Branchenwechsel Bewerbung begründen - mit Formulierungen

Für viele Arbeitnehmer kommt in ihrer beruflichen Laufbahn irgendwann der Punkt, an dem ein Branchenwechsel ansteht.

Dieser sollte gut durchdacht sein, stellt aber oft die einzig richtige Möglichkeit dar. Für potenzielle neue Arbeitgeber ist eine solche Veränderung oft irritierend, weshalb sie im Anschreiben der Bewerbung gut begründet werden muss.

Wie man also diese Begründung für einen Branchenwechsel gut und nachvollziehbar formuliert, sehen wir uns nachfolgend genauer an.

Dazu stellen wir Ihnen sehr gerne auch verschiedene Formulierungsbeispiele zur Verfügung.

 

Was sind mögliche Gründe eines Branchenwechsels?

Es gibt vielseitige Gründe dafür, die Branche wechseln zu wollen. Die meisten Bewerber streben eine neue Herausforderung an oder möchten sich beruflich (und persönlich) weiterentwickeln.

Branchenwechsels - Was sind die Gründe?
© Marktwissen.net

Nicht immer wird dies im aktuellen Unternehmen in Form von Weiter- oder Fortbildungen ermöglicht, weswegen nur ein Wechsel Sinn ergibt.

Je nach Position ist die Chance auf Weiterentwicklung in der jetzigen Branche aber tatsächlich einfach nicht gegeben, sodass ein Branchenwechsel die einzige Möglichkeit ist.

Andere möchten gleich ein ganz neues Aufgabenfeld sowie Arbeitsumfeld kennenlernen und geben sich daher nicht nur mit einem Jobwechsel in der gleichen Branche zufrieden.

Das geht einher mit dem Kennenlernen einer neuen Branche, in der man bisherige Fähigkeiten zielführend einsetzen kann – man möchte dabei einfach aus dem bisherigen beruflichen Alltag entfliehen und in einer ganz anderen Branche tätig werden, um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln.

Möglich wäre auch, dass man zukünftig bevorzugt in einem internationalen Umfeld arbeiten möchte und dies beim aktuellen, möglicherweise lokal agierenden, Arbeitgeber nicht möglich ist.

Entsprechend kann mit dem Branchenwechsel eine Möglichkeit entstehen, in einem international arbeitenden Unternehmen zu arbeiten.

 

Bewerbung schreiben – worauf muss geachtet werden?

Hinsichtlich der einzureichenden Bewerbungsunterlagen gibt es keinen Unterschied zu einer „normalen“ Bewerbung.

Sie reichen sowohl Ihren Lebenslauf als auch Anschreiben, Zeugnisse und sonstige Referenzen ein.

Diese Unterlagen sollten selbstverständlich vollständig sein und so sorgfältig wie jede andere Bewerbung auch vorbereitet werden.

Ihre Stärken müssen dabei wie immer besonders hervorgehoben werden, um zu überzeugen.

Beim Thema Branchenwechsel in der Bewerbung wird letztendlich lediglich das Anschreiben etwas angepasst, was jedoch auch nur wenigen Sätzen entspricht. Dieser Absatz passt am ehesten in den Hauptteil des Anschreibens.

Im Idealfall wird dieser Absatz umrahmt von den eigenen Stärken, Fähigkeiten und Kenntnissen sowie der Begründung, weshalb Sie in diesem Unternehmen arbeiten möchten, bei dem Sie sich gerade bewerben.

Selbst wenn Ihre bisher erlernten Fähigkeiten nicht ganz zur ausgeschriebenen Stelle passen, können Sie den Personaler in diesem Absatz von sich und Ihrem Willen zu arbeiten überzeugen.

Sie sollten allerdings niemals in diesem kurzen Abschnitt negative Aspekte zur Arbeit bei Ihrem letzten Arbeitgeber einbringen.

Das gehört sich nicht, auch wenn der Grund für den Branchenwechsel tatsächlich der Arbeitgeber war.

Eine solche Aktion wirkt sofort unprofessionell und die Bewerbung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Weiteres im Papierkorb landen. Das sollten Sie demnach unbedingt vermeiden.

 

Formulierungsbeispiele – Branchenwechsel in der Bewerbung

Wie formuliert man nun aber am besten eine Begründung für den Branchenwechsel?

Im Grunde kommt es darauf an, was der Grund dafür war. Orientiert daran, kann dann man eine entsprechende Begründung formulieren.

Nachfolgend werden wir Ihnen einige Formulierungsbeispiele zur Verfügung stellen, die Sie für Ihre Bewerbung nutzen können. Passen Sie diese Beispiele gerne für Ihre Bewerbung an.

 

1. Weiterentwicklungsmöglichkeiten gesucht

„Ich möchte mich zukünftig beruflich und persönlich weiterentwickeln und suche daher eine neue Perspektive. Ich strebe daher einen Branchenwechsel an und möchte meine bisherigen Kenntnisse und Fähigkeiten sehr gerne zielführend in Ihrem Unternehmen einbringen.“ 

 

2. Suche nach neuer Herausforderung

„In den letzten Jahren arbeitete ich in der Abteilung/im Bereich XY und konnte dort einige Erfolge verzeichnen.

Meine Möglichkeiten, mich bei diesem Arbeitgeber weiterzuentwickeln, sind jetzt erschöpft, weshalb ich nach einer neuen Herausforderung suche.

Diese sehe ich in einem Branchenwechsel. Auf Basis meiner bisher gesammelten Expertise bin ich sicher, bestens zu Ihrem Unternehmen und zur ausgeschriebenen Stelle zu passen.“

 

3. Bisherige Tätigkeiten in neuer Branche einsetzen

„Nachdem ich langjährig in der XY-Branche tätig war und dort viele Erfahrungen sammeln durfte, möchte ich diese zukünftig in die XY-Branche übertragen und in Ihrem Unternehmen spannende Aufgaben übernehmen.“

 

4. Arbeit in internationalem Umfeld angestrebt

„Aufgrund meiner sehr guten sprachlichen und interkulturellen Kenntnisse, strebe ich aktuell einen Branchenwechsel an und möchte zukünftig gerne in einem Unternehmen arbeiten, das international tätig ist.

So kann ich mein Wissen zielführend einsetzen und erfolgreich spannende Aufgaben in einem neuen Umfeld erfüllen.“ 

 

Fazit – Branchenwechsel im Anschreiben richtig ansprechen

Ein Branchenwechsel ist für viele Arbeitnehmer die letzte Möglichkeit auf eine berufliche Veränderung.

Umso wichtiger, den Absatz dazu verständlich im Anschreiben der Bewerbung zu formulieren, sodass ein möglicher neuer Arbeitgeber keinen falschen Eindruck erhält.

Sofern Sie einige Hinweise beachten und den Abschnitt zum Branchenwechsel entsprechend formulieren, haben Sie gute Chancen auf Erfolg.

Vermeiden Sie typische Fehler wie die Erwähnung negativer Fakten zu Ihrem letzten Arbeitgeber, um Ihre Chancen nicht gleich zunichtezumachen.

Konzentrieren Sie sich stattdessen unbedingt auf Ihre Stärken und gestalten Sie eine ansprechende Bewerbung.

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