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Bewerbung: Eintrittstermin im Anschreiben – das ist zu beachten

Jeder Arbeitssuchende kennt aus Jobangeboten den Satz: „Bitte geben Sie bei Ihrer Bewerbung ein mögliches Eintrittsdatum an.“

Wird dies explizit gefordert, ist ein Verzicht auf die Nennung häufig eher kontraproduktiv.

Zu den sorgfältig zusammengestellten Bewerbungsunterlagen gehören solche Angaben grundsätzlich immer.

Lesen Bewerber also diesen Satz, stellt sich meist die Frage, welchen Termin man am ehesten nennen und wo in der Bewerbung man diese Angabe bestenfalls unterbringen sollte.

Diesem Thema widmen wir uns heute in diesem Beitrag und erklären, was ein Eintrittstermin überhaupt ist, wo dieser genannt werden sollte und was die Vor- und Nachteile dabei sind.

 

Was ist ein Eintrittstermin bei Anschreiben/Bewerbungen?

Der Eintrittstermin beschreibt das Datum, ab dem ein Bewerber dem potenziellen neuen Arbeitgeber frühestens zur Verfügung steht, also die neue Arbeitsstelle antreten kann.

Was ist ein Eintrittstermin bei Anschreiben/Bewerbungen?
© Marktwissen.net

Das ist meist abhängig von der vorherigen Arbeitssituation oder persönlichen Umständen.

Befindet man sich beispielsweise noch in einem Arbeitsverhältnis, hat man üblicherweise eine mehrmonatige Kündigungsfrist einzuhalten, die es nicht möglich macht, sofort den Arbeitsort zu wechseln.

Es sei denn, man kann fristlos kündigen, was meist nur im Rahmen der Probezeit oder als Ausnahme funktioniert.

Sucht man sich im Rahmen eines Umzuges in eine andere Stadt einen neuen Job, kommt es gegebenenfalls auch darauf an, wann man dort eine neue Wohnung findet und wann der Umzug abgeschlossen ist.

Nicht immer wäre ein vorübergehendes Pendeln vom alten Wohnort zu einer neuen Arbeitsstelle möglich, das Timing muss also gut geplant werden.

 

Vorteile und Nachteile von der Erwähnung des Eintrittstermins in der Bewerbung

Grundsätzlich kommt es bei der Nennung des Eintrittstermins darauf an, ob dieser im Jobangebot gefordert wird oder nicht.

Wenn ja, würde es vermutlich negativ aufgenommen werden, wenn man dies in der Bewerbung nicht berücksichtigt.

Was sind aber weitere Vor- und Nachteile bei der Erwähnung eines Eintrittsdatums?

 

Vorteile sind sicherlich folgende:

  • Planungssicherheit für den Bewerber und für das Unternehmen:

Hat man eine Kündigungsfrist im aktuellen Job, kann diese unter Umständen die Chancen auf einen neuen Job bereits schmälern.

Denn viele Unternehmen benötigen schnellstmöglich, manchmal sogar ab sofort, neues Personal.

Die Nennung des frühestmöglichen Eintrittstermins ermöglicht es also dem Unternehmen, besser planen zu können.

Gegebenenfalls wird sogar auf die Interessen des Bewerbers reagiert, falls dieser die Kündigung noch ankündigen und vorbereiten muss.

  • Vorteil verschaffen

Bei einer besonders kurzen Kündigungsfrist, der Option einen Aufhebungsvertrag zu schließen oder sogar fristlos zu kündigen, erhält ein Bewerber möglicherweise einen großen Vorteil gegenüber anderen mit mehrmonatiger Kündigungsfrist.

 

Andererseits könnte die Nennung des Eintrittsdatums auch folgende Nachteile mit sich bringen:

  • Chance verpassen

Bei sofortigem Bedarf von Seiten des potenziellen Arbeitgebers kann es durchaus sein, dass die Bewerbung sofort unberücksichtigt bleibt, wenn man ein besonders spätes Datum nennt. So wäre die Chance von Anfang an vertan.

  • Misstrauen erwecken

Wird ein sehr früher Eintrittstermin angegeben, fragen sich womöglich einige Arbeitgeber, wie das trotz üblichen Kündigungsfristen möglich ist.

Daraus könnte geschlossen werden, dass ganz dringend und verzweifelt nach einem neuen Job gesucht wird, was ebenfalls zum Nachteil werden könnte.

 

Gibt es etwas zu beachten?

Tatsächlich sind Bewerber nicht verpflichtet, in ihren Unterlagen einen Eintrittstermin zu nennen.

Es sollte also immer genau abgewogen werden, ob dies sinnvoll ist oder nicht. Wie bereits erwähnt sollte jedoch immer ein Datum angegeben werden, wenn dies explizit in der Ausschreibung gefordert wird.

Es ist sinnvoll, diesen Termin im Anschreiben zu nennen – nicht in einer E-Mail oder im Online-Bewerbungsprozess und keinesfalls im Lebenslauf.

Dabei sollte man es auf jeden Fall bei einem Satz belassen und nicht zu viel darum herum schreiben.

 

Wie spricht man den Eintrittstermin im Anschreiben möglichst elegant an?

Da Formulierungen wie „jederzeit verfügbar“ oder „ab sofort verfügbar“ eher negativ ankommen, sollte immer ein konkretes Datum genannt werden.

So könnten Bewerber im Anschreiben also beispielsweise schreiben:

„Der frühestmögliche Eintrittstermin ist der 01.06.2022.“ oder „Ich stehe ab dem 01.06.2022 zur Verfügung“, wenn für das aktuelle Arbeitsverhältnis eine Kündigungsfrist eingehalten werden muss. Dabei könnte das genannte Datum auch mit der Kündigungsfrist begründet werden:

„Aufgrund meiner vertraglichen Kündigungsfrist von drei/sechs Monaten, ist ein Eintritt zum 01.09.2022 möglich.“

Besteht die Möglichkeit, den bestehenden Vertrag früher aufzulösen, kann auch hinzugefügt werden: „Ein früherer Eintrittstermin ist gegebenenfalls auch möglich.“

Alternativ kann auch folgendes geschrieben werden:

„Da ich aktuell nicht vertraglich gebunden bin/mich aktuell nicht in einem Vertragsverhältnis befinde, stehe ich gerne kurzfristig/zum 01.04.2022 zur Verfügung.“

 

Fazit – Eintrittstermin im Anschreiben

Je nachdem, was in der Ausschreibung gefordert wird, steht es jedem Bewerber offen, ein Eintrittsdatum in den Bewerbungsunterlagen zu nennen.

Es kann je nach Formulierung sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen, weshalb sich darüber vorab ausführlich Gedanken gemacht werden sollte.

 

Weiterführend:

Jessica Groß
Jessica Groß
.. schreibt seit 2021 für Marktwissen. Das Recherchieren und Schreiben von informativen und gut verständlichen Texten ist ihre große Leidenschaft, welcher sie seit Ende 2020 aktiv nachgeht. Ihre Erfahrungen sowie ihr Wissen zum Thema Selbstständigkeit kann sie dadurch direkt aus erster Hand mit den Lesern von Marktwissen teilen.

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